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Warum Training alleine manchmal nicht reicht:

Wenn die Biologie das Verhalten Deines Hundes steuert

Authentisch. Verbunden. Sein.

Diese Werte stehen im Zentrum meiner Arbeit bei DOGLOGY®.

Doch um wirklich in diese Verbindung und Leichtigkeit zu finden, müssen wir manchmal tiefer schauen als nur auf das äußere Verhalten.

In diesem Artikel erfährst du, warum wahre Gelassenheit oft erst dann entsteht, wenn wir die biologischen Hintergründe deines Hundes verstehen – denn oft reicht Training allein nicht aus, wenn Biologie und Seele nicht im Einklang sind.

„Wir haben schon alles probiert.“
 
Diesen Satz höre ich in meiner Beratung bei DOGLOGY® oft. Viele Bezugspersonen kommen zu mir, nachdem sie bereits mehrere Hundeschulen besucht, verschiedene Methoden getestet und unzählige Ratschläge befolgt haben – doch der echte Durchbruch blieb aus. Der Hund reagiert in Stresssituationen weiterhin „unberechenbar“, die Leinenaggression bessert sich nicht oder die Angst scheint wie festgefroren.
 
Die frustrierende Wahrheit ist: Du kannst gegen die Biologie nicht antrainieren.
 
Wenn der Körper im Hintergrund mit Baustellen kämpft, befindet sich das Gehirn im Überlebensmodus. In diesem Zustand ist dein Hund physiologisch gar nicht in der Lage, neue Signale zu verarbeiten oder entspannt zu lernen.
 
Er will vielleicht, aber er kann nicht.
 
Der Blick unter die Oberfläche: Das System Hund
Um echtes Verhalten zu verstehen, müssen wir tiefer graben. Mein Ansatz bei DOGLOGY® betrachtet deinen Hund als ein hochkomplexes, eng vernetztes “Ökosystem”.
Hier sind die Faktoren, die oft übersehen werden:
 

1. Hormone: Die unsichtbaren Regisseure

Verhalten ist untrennbar mit dem Hormonsystem verbunden. Ein Hund, der unter einem dauerhaft erhöhten Cortisolspiegel (Stresshormon) leidet, ist physiologisch gar nicht in der Lage, gelassen zu reagieren. Oft spielen auch die Schilddrüse oder die Geschlechtshormone eine zentrale Rolle. Eine Fehlfunktion kann beispielsweise zu plötzlicher Aggression oder unerklärlicher Angst führen. Wer hier nur rein symptomatisch arbeitet, trainiert am eigentlichen Problem vorbei.
 

2. Der Darm als zweites Gehirn

Wusstest du, dass ein Großteil der Botenstoffe, die indirekt für die Stimmung verantwortlich sind (wie das „Glückshormon“ Serotonin), im Darm produziert wird? Ein Hund mit einer unentdeckten Unverträglichkeit, einer gestörten Darmflora oder chronischen Entzündungen im Verdauungstrakt hat oft eine sehr niedrige Reizschwelle. Ernährung ist mehr als nur Sättigung – sie ist die Grundlage für ein stabiles Nervenkostüm.
 

3. Stoffwechsel und Nährstoffe

Manchmal fehlen dem Körper schlichtweg die Bausteine, um zur Ruhe zu kommen. Ein Mangel an bestimmten Vitaminen, Aminosäuren oder eine Dysbalance im Neurotransmitter-Haushalt (wie Dopamin oder Adrenalin) kann dazu führen, dass dein Hund ständig „unter Strom“ steht. Als zertifizierte Ernährungsberaterin werfe ich deshalb nicht nur einen Blick auf das Verhalten, sondern auch in den Napf und auf die Stoffwechselprozesse.
 

4. Das Drüsensystem: Die verborgene Kommunikation

Nicht nur die Schilddrüse, sondern das gesamte endokrine System – von der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) bis zu den Nebennieren – fungiert als chemisches Kommunikationsnetzwerk im Körper. Eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse kann beispielsweise zu extremer Reizbarkeit, Ruhelosigkeit und sogar Angstaggression führen. Wenn der Stoffwechsel durch eine Drüsenfehlfunktion entgleist, ist dein Hund in einer physiologischen Ausnahmesituation.
 

5. Die Leber: Das Entgiftungsorgan und die Emotionen

In der ganzheitlichen Betrachtung sagen wir oft: „Dem Hund ist etwas über die Leber gelaufen.“ Tatsächlich hat die Leber eine zentrale Funktion im Stoffwechsel und bei der Entgiftung. Ist sie überlastet (z. B. durch Umweltstoffe oder unpassende Ernährung), kann dies zu einer schleichenden Veränderung des Wesens führen. Lethargie, Wut oder eine verminderte Stresstoleranz sind oft die Folge eines überforderten Entgiftungssystems.
 

6. Schmerz als unsichtbarer Stressfaktor: Der Bewegungsapparat

Ein oft unterschätzter Grund für Verhaltensänderungen ist der Bewegungsapparat. Hunde sind Meister darin, Schmerzen zu verbergen. Blockaden, Arthrosen oder muskuläre Verspannungen führen zu einer permanenten Reizüberflutung des Nervensystems. Ein Hund, der Schmerzen hat, wird defensiver und reagiert schneller aggressiv (um sich Distanz zu verschaffen) um sich zu schonen und zu schützen.
 

7. Dentalgesundheit: Der stille Schmerz im Kopfbereich

Ein oft übersehener Faktor ist die Zahngesundheit. Entzündungen im Maul verursachen nicht nur lokale Schmerzen, sondern setzen den gesamten Organismus unter Dauerstress. Bakterien aus Entzündungsherden können über die Blutbahn sogar andere Organe belasten. Ein Hund mit chronischen Zahnschmerzen reagiert häufig dünnhäutig, reizbar oder zeigt eine sinkende Frustrationstoleranz.
 

8. Verhaltensmedizin: Die Brücke zwischen Training und Medizin

Mein Ansatz ist es, die Lücke zu schließen. Wir schauen uns die Ethologie (das Verhalten) an, aber wir ignorieren die Biologie nicht. Ist das Verhalten erlernt oder ist es ein Symptom einer körperlichen Dysbalance? Erst wenn wir die organischen Ursachen – von der Kastrationsfolge bis zur hormonellen Dysbalance – verstehen und begleiten, kann die Beratung fruchten.
 
Das große Ganze: Nur die Spitze des Eisbergs
Diese Aufzählung ist jedoch nur ein Bruchteil des Gesamtkomplexes. Nichts im Hundekörper existiert isoliert: Die Darmflora beeinflusst die Botenstoffe im Gehirn, Schmerzen im Bewegungsapparat belasten das Hormonsystem, und ein gestörter Stoffwechsel wirkt sich unmittelbar auf die Psyche aus.
 
Bei DOGLOGY® geht es mir darum, dieses individuelle, dynamische Geflecht bei deinem Hund zu verstehen.
 

Wenn der Befund „o.B.“ ist – und das Verhalten trotzdem spricht

Ein wichtiger Aspekt meiner Arbeit: Diese biologischen Zusammenhänge können das Verhalten deines Hundes bereits massiv beeinflussen, bevor sie in klinischen Tests sichtbar werden. Oft höre ich von Bezugspersonen: „Das Blutbild ist unauffällig, laut Befund ist er kerngesund (o.B.).“
 

Das Paradoxon: „Tierärztlich gesund“ und trotzdem verhaltensauffällig

„Klinisch gesund“ bedeutet nicht automatisch, dass dein Hund sich in einem physiologischen Gleichgewicht befindet. Verhaltensauffälligkeiten zeigen sich oft schon im Bereich von subklinischen Werten: Ein Hormonwert mag noch innerhalb der (oft sehr weiten und veralteten) Referenzkurve liegen, für die individuelle Persönlichkeit deines Hundes aber bereits eine massive Dysbalance bedeuten.
Das Verhalten ist oft das erste Warnsignal, das uns zeigt, dass das System intern unter Druck steht.
 
Der psychologische Faktor: Zwei Lebewesen, eine Dynamik
Neben der Biologie ist die Psychologie die zweite große Säule. Denn eine Beratung ist niemals nur Technik – es ist Kommunikation und Emotion.
 

1. Die Psychologie des Hundes: Mehr als nur Konditionierung

Dein Hund ist kein Computer, den man einfach umprogrammiert. Er hat eine eigene Persönlichkeit, Erfahrungen und individuelle Strategien. Wenn wir nur ein Symptom korrigieren, ohne die zugrundeliegende Emotion (wie z. B. Angst, Frustration) psychologisch zu verstehen, verschieben wir das Problem nur.

2. Die Bezugsperson als Spiegel und Anker

Ein wesentlicher Teil meiner Arbeit bist Du. Hunde lesen unsere inneren Zustände perfekt. Dein Stress, deine Unsicherheit oder deine Erwartungshaltungen übertragen sich unmittelbar. Oft ist das Verhalten deines Hundes eine Antwort auf deine eigene Dynamik. Mein Coaching setzt daher auch bei dir an, um dich zu einem stabilen Anker für deinen Hund zu machen.
 
Das Gesamtkunstwerk: Biologie trifft Psychosomatik
Wenn wir die Biologie mit der Psychologie kombinieren, gelangen wir zur Psychosomatik.
Dieses Netz aus gegenseitigen Abhängigkeiten ist der Grund, warum ich bei DOGLOGY® den Blickwinkel radikal erweitere. Nur wenn wir die biologischen und psychologischen Blockaden auf beiden Seiten der Leine lösen, wird der Weg frei für echte Veränderung mit Leichtigkeit und Gelassenheit.
 
Hast du das Gefühl, bei deinem Hund gegen eine unsichtbare Wand zu trainieren?
Lass uns gemeinsam hinschauen, was die Biologie und die Seele deines Hundes dir sagen möchten.
 
Ganzheitlich & fair – auf Augenhöhe für Mensch und Hund
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